Tutorial Tuesday: heute mal am Mittwoch… Papierwürfel falten und das Novembergrau vertreiben

So ein Tutorial Tuesday kann einem ja schon mal den letzten Nerv rauben. Könnt ihr euch vorstellen, wie lange manchmal so eine klitzekleine Anleitung dauert? Nicht? Ich erzähl’s euch heute mal. Aber Achtung, es dauert – holt euch lieber noch einen Kaffee.

Im Moment fehlt es mir an Zeit an allen Ecken und Enden. Aber weil ich meinen Blog mag (und meine treuen Leser sowieso), dachte ich mir gestern… die diversen WIPs, die hier so in der Pipeline hängen, dauern alle noch so lange, machste mal was schnelles am TT. Tja, Pustekuchen!

Mein kleines Fräulein brachte neulich aus der Schule einen dieser hübschen bunten Würfel mit. Schau mal Mama, meinte sie. Den haben wir heute in der „Körper- und Flächenwerkstatt“ in Mathe gefaltet. Ich bin begeistert! So kann Mathe ja richtig Spaß machen! Du musst mir unbedingt zeigen wie das geht, sage ich. Und sie setzt sich derweil hin und faltet und faltet und ein Würfel nach dem anderen entsteht. Zum Zeigen kam es dann irgendwie nicht, denn es fehlte uns Zeit. Entweder sie war unterwegs oder mit was anderem beschäftigt oder ich. Also schnappte ich mir eines abends einen ihrer Würfel, habe ihn vorsichtig auseinandergezogen und ein paar Mal auf- und wieder zugefaltet. Bis ich meinte, das Prinzip verstanden zu haben.

Gestern morgen dann: ich schreib mal schnell ein Tutorial für euch. Ich weiß zwar von Instagram, das viele diese Falttechnik kennen, aber einige – so wie ich – vielleicht auch noch nicht. Und mittlerweile weiß ich auch, dass mein kleines Fräulein das Falten ganz anders gelernt hat. Sie findet meine Technik aber sehr interessant (^^) und möchte sie dringend auch mal ausprobieren. Wer weiß, vielleicht habe ich gerade eine jahrhunderte alte Origami-Technik revolutioniert lach?

Also, ich schreib mal schnell. Ach nee, ich muss ja erstmal ein paar Muster falten. Origamipapier ist zuhause aber leider fast alle. Und überhaupt, denke ich so, sieht das mit anderen Farben, als in diesen vorsortierten Päckchen bestimmt viel schicker aus. Vielleicht mit Schwarz und Weiß? Oder mit Gold? Schwarz und Silber? Schnell mal ins Einkaufszentrum. Mist, das hat noch nicht auf. Also doch erst mal die Reste verfalten. Oh Mann, das dauert ja. 10 Uhr, EKZ hat geöffnet, Frau Hahaell steuert mit heißen Reifen ins Parkhaus und direkt den Bastelladen an. Kein Origamipapier, nur Weihnachtsware im Moment. Tut uns leid. Ja, mir auch. Nächster Laden. Die hatten doch immer Origamipapier. Nee, im Moment leider nicht. Vielleicht nach Weihnachten wieder. Dritter Laden, vierter Laden – Fehlanzeige. Die Uhr tickt. Im vierten Laden dann endlich! Aber leider nur sündhaft teure Musterpapierpäckchen und dann doch wieder diese 0815-vorsortierten mit Rot-Grün-Gelb und Konsorten. Egal, die müssen jetzt mit. Schade eigentlich, wenn jetzt schon Mittag wäre, könnte ich noch schnell was essen. Zackbumm, Vollgas nachhause.

Bis ich also alles gefaltet, fotografiert und dokumentiert habe, ist es kurz vor knapp, die Kids warten im Hort. Nur noch schnell aufhängen und Fotos machen. Halt, ich brauche einen Zweig. Aber wo ist die Gartenschere? Der arme Magnolienbaum muss daran glauben und mir unter Androhung roher Gewalt einen Zweig überlassen – zur Not auch ohne Gartenschere. Er erkennt den Ernst der Lage und lässt los. Drinnen ist es schon viel zu dunkel zum Fotografieren, also muss es draußen sein. Juhuu rufen die Hunde, dann kannst du uns ja zwischendurch noch schnell einen Ball werfen (oder fünf bis sieben). Ja, mache ich mit meinem dritten und vierten Arm mit links. Und rechts natürlich. Der Zweig bekommt Übergewicht in der Vase, der Gartentisch ist voller Moos, aber das schneide ich einfach ab. Wozu gibt es Photoshop? Es ist usselig kalt und gleich kommt schon wieder dieser ungemütliche Nieselregen. Schnell wieder alles reinräumen. Pause. Die füllen wir mit Mathe lernen, Hausaufgaben, Flöte üben, Zettel ausfüllen. Für einen gemütlichen Herbstnachmittag bleibt heute leider keine Zeit.

Die Pause ist um kurz nach acht zuende, denn dann sind die Kids im Bett. Das Bilder runterladen geht schnell, aber der Rest dauert leider. Geschrieben hab ich noch nichts, aber immerhin 20+ Bilder für die Anleitung bearbeitet und auf die richtige Größe abgespeichert. Um 23 Uhr falle ich todmüde in die Federn.

So viel zu „mal schnell“. Und jetzt wisst ihr auch, warum heute nochmal Dienstag sein muss, Punkt. Was ihr jetzt aber immer nach diesem Roman immer noch nicht wisst: wie man Papierwürfel faltet.

Aber ich verrate es euch. Das geht so:

Für einen Würfel braucht ihr 6 Blätter quadratisches Faltpapier oder Origamipapier. Bedrucktes Origamipapier darf auch nur einseitig bedruckt sein, man sieht am Ende nur eine Seite. Für die kleinen Würfel habe ich auch die kleinste Größe an Papier genommen, die man so im gut sortierten Schreibwarenhandel bekommt. Also zumindest meistens (siehe oben). Mein Papier ist 10×10 cm groß. Nehmt besonders dünnes Papier, wenn ihr kein Origamipapier verwenden wollt. Das faltet sich deutlich leichter.

Ich finde es schön, wenn immer die sich gegenüberliegenden Seiten die gleiche Farbe haben, also jeweils 2 Blätter in der gleichen Farbe. Streicht jeden Falz mit dem Fingernagel oder einem Falzbein schön glatt und versucht so exakt wie möglich zu falten. Dann lässt sicht der Würfel leichter zusammenstecken und sieht am Ende schön aus.

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Das Blatt in der Mitte falten.

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Die obere Kante zur Mitte hin falten.

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Die untere Kante ebenfalls zur Mitte hin falten.

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Das Blatt wieder auffalten. Nun die linke untere Ecke und die rechte obere Ecke genau bündig zur ersten Faltlinie falten.

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Die untere rechte Kante bündig zur ersten oberen Faltlinie hochfalten, das Blatt wieder aufklappen.

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Die linke obere Ecke zur untersten Faltlinie runterfalten, das Blatt wieder aufklappen. Die kleinen Eckenknicke bleiben hochgefaltet.

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Die untere Kante bis zur Mitte hochfalten.

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Die oberere Kante bis zur Mitte runterfalten.

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Die rechte untere Ecke zur Mitte hochfalten.

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Die linke obere Ecke zur Mitte runterfalten.

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Nun die Ecke (A) unter den oberen Umschlag stecken.

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Nun die Ecke (B) unter den unteren Umschlag stecken.

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So sollte das dann aussehen. Nun alles auf links drehen und auf der anderen Seite weiterfalten.

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Die rechte Spitze bündig an die obere Kante falten, Falz gut flachstreichen.

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Die linke Spitze ebenfalls bündig zur unteren Kante Falten, Falz gut flachstreichen.

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Schritt 1-15 bei allen 6 Blättern wiederholen.

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Nun werden jeweils die Spitzen der (hier pinken) Seitenteile in den Boden (hier lila) geschoben.

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Die Seiten hochklappen und eine weitere Seite (hier rot) mit den Spitzen in die Seiten (pink) einschieben. Nicht verzweifeln, wenn es an einer anderen Stelle gleich wieder rausrutscht. Die Spitzen vorsichtig aber bis zum Anschlag einstecken. Nur so wird der Würfel richtig eckig.

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Alles zusammen stecken, bis nur noch eine offene Seite übrigbleibt. Wenn ihr die Würfel aufhängen wollt, müsst ihr nun einen Faden vorbereiten. Ich habe eine Holzperle auf einen Faden gefädelt, beide Enden des Fadens durch das Nadelöhr einer langen Nadel gefädelt und vorsichtig vom Inneren des Würfels durch eine der Ecken nach außen gestochen.

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Ihr müsst nicht durch das Papier stechen, denn vom Zusammenstecken der einzelnen Seiten gibt es sowieso kleine Löcher an den Ecken. Die Perle verhindert, dass der Faden aus dem Loch rutscht. Fädelt nun, wenn ihr wollt, noch weitere Perlen auf den Faden und verknotet ihn am Ende der gewünschten Länge.

Nun müsst ihr noch die letzte Seite aufstecken. Die letzten zwei Spitzen sind ein bisschen tricky, aber mit Geduld und Spucke (aber nichts davon ans Papier bringen, neech?) geht das!

Jetzt noch an einen kahlen Ast hängen und das Novembergrau vertreiben. Ich persönlich träume übrigens von einem Weihnachtsbaum mit bunten Würfeln geschmückt. Hachz! Mein kleines Fräulein war von der Idee ganz begeistert und auch der Glücksritter möchte mitfalten. Wie schon gesagt, an den Nachmittagen im Herbst kommt bei uns selten Langeweile auf!

Habt ihr wirklich bis zum Schluss mitgelesen? Danke dafür! Hat ganz schön lange gedauert, wa? Ich hoffe, ihr bekommt heute keinen Flattermann, weil ihr dabei so viel Kaffee trinken musstet lach! Viel Spaß beim Nachbasteln!

Und die kuschelweichen Glücksstoffe gehen an…

1.588 Kommentare, das ist der blanke Wahnsinn! Schade, dass ich nur 4 Meter Stoff habe, ich würde gern viel mehr Glück an euch verschenken! Aber der November ist ja der Glücksmonat und ich hoffe, ich kann in den kommenden 3 Wochen noch ganz viele glücklich machen. Stay tuned!

So, aber nun zu den vier Glücklichen!

Gewonnen haben Kathi, Renate, CasaMaga und Katrin. Herzlichen Glückwunsch, ihr vier! Es wäre ganz toll, wenn ihr mir ganz schnell eure Adresse schickt, damit die Stoffe schon bald auf die Reise gehen können!

Noch ein paar Worte zur Verlosung: auf Facebook gab es ja ein paar kritische Stimmen, was die Angabe der E-Mail-Adressen anging. Ich verstehe natürlich, dass einige von euch ihre E-Mail-Adresse nicht öffentlich preisgeben wollen wo sie von allen möglichen E-Mail-Crawlern gelesen werden kann. Aber ich bitte euch auch um Verständnis, dass ich bei so vielen Teilnehmern (und ja, ich habe es vorher geahnt) nicht nach der Verlosung erstmal nach E-Mail-Adressen recherchieren kann. Es nehmen soviele „Anonyme“ Sabines, Elkes und Anjas (nichts für ungut, aber ich habe selbst einen 70er-Jahre-Sammelnamen) teil, dass es unmöglich ist, die richtige zu finden.

Das nächste Mal werde ich mir etwas anderes überlegen. Falls eine von euch ein schickes Widget kennt – immer her damit! Und nun werde ich – aus eben genannten Gründen – die Kommentare unter dem Gewinnspiel auf unsichtbar stellen. Dann kann nur noch ich sie lesen, aber die bösen Crawler nicht mehr.

Und gleich gibt es noch den Tutorial Tuesday, der eigentlich schon gestern stattfinden sollte. Aber das erzähle ich gleich…

Ganz unendlich große Herbstliebe (mit viel Bild)

Ich bin total verliebt in den Herbst. Sag ich jetzt mal so. So richtg mit Herzklopfen, wenn morgens den Nebel zwischen den Bäumen hängt oder wenn man bei tiefstehender Sonne durch goldenes Buchenlaub watet. So richtig mit „Liebe geht durch den Magen“, Kürbis satt und Kochen und Backen bis der Arzt kommt. Oder der Bauchspeck – je nach dem. Und so richtig mit Herzschmerz, wenn ich weiß, dass irgendwann das letzte bunte Blatt von den Bäumen gesegelt ist und sich die satten, warmen Farben in ein Potpourri aus Matsch- und Bähfarben verwandeln.

Natürlich habe auch ich mit der frühen Dunkelheit zu kämpfen. In Nord-Finnland oder Alaska könnte ich schonmal nicht leben, soviel steht fest. Aber die frühe Dunkelheit hat auch ihr gutes. In den letzten Wochen haben wir unglaublich viele Hörbücher gehört. Wir haben wieder Spiele zusammen gespielt, die Kids haben neue Bastelsachen ausprobiert und ich bin wieder dem Stricken und Häkeln verfallen. Wir haben zuhause auf dem Sofa gesessen, den Regen Regen sein lassen und uns gegenseitig vorgelesen.

Die leichte Sommerküche ist schon längst passé, ständig gibt es Kürbis, Kohl, Suppe, Eintopf. Für mein Kleinvolk mit der ausgeprägten Gemüseallergie eine harte Zeit.

In den letzten Wochen habe ich meine Herbstlieblinge auf Instagram gepostet. Das ist für mich wie ein Tagebuch, mein Herbsttagebuch. So kann ich mir den Herbst noch ein bisschen länger erhalten. Ich habe auf meinen Spaziergängen mit den Fellnasen Schätze gesammelt und zuhause auf eine alte Schranktür gelgt. Die „Collagen-Reste“ sind auf einen Teller mit einem Schluck Wasser gewandert.

Dahlien! Ich liebe Dahlien! In den letzten Wochen bin ich nur sehr selten vom Markt ohne einen Strauß Dahlien nachhause gekommen.

Der Herbst wäre nur halb so schön ohne meine beiden Lieblingsspaziergangsbegleiterinnen. Polly und Peppa make my day, und zwar jeden einzelnen. So sehr ich meine Familie liebe – meine beiden Fellnasen erden mich. Sie sind mir immer zugewandt, sie haben nie schlechte Laune, sie lassen mich in Ruhe wenn ich das will, sie sind immer für alles zu haben. Ja, auch für Verkleidungsessions! Wenn Polly sieht, dass ich Stativ und Kamera anschleppe, präsentiert sie sich förmlich, fragt, was sie tun soll. Und Peppa eifert ihr fröhlich nach. Und wenn ich mal schlechte Laune habe, wissen sie genau, wie sie mich aufheitern können. Ich bin sicher, sie können meine Gedanken lesen.

Und dann das Zuhause sein, sich verwöhnen lassen, andere verwöhnen…

Vorgezogenes Weihnachtsgebäck: Butterzeug als Herbstlaub getarnt. Ausstechförmchen von hier.

Leckeres Toastbrot selbstgebacken. Meine Neuentdeckung von hier.

Sonntags einen Gugl! Vanille-Marzipan-Gugl nach dem leckeren Rezept von Hedi näht.

Herbstklassiker, schon fast ein Ritual: Kürbis-Orangen-Ingwer-Marmelade

Leckere Apfeltarte, Rezept frei Schnauze (sorry!)

Und ihr so? Was mögt ihr am Herbst am Liebsten?

Ein Stück vom Glück: Das Go-lucky!-November-Gewinnspiel

Draußen ist es mittlerweile usselig kalt, der Nebel hängt morgens dicht in den Bäumen und um 17 Uhr wird draußen das Licht ausgeknipst. Heute morgen lag sogar Rauhreif auf den Grashalmen, als ich mit der großen Fellnase Pipapolly zum Dummy-Training auf’s platte Land gefahren bin brrr.

Zeit für kuschelige, wärmende Kleidung würde ich sagen – findet ihr nicht auch? Die Go lucky! Nickis hatte ich euch ja schon vor einer ganzen Weile gezeigt. Als wir noch in Gedanken dem schönen Sommer hinterher hingen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen und in ca. 2 Wochen werden die Nickis ausgeliefert und ihr könnt loslegen mit den chilligen Sofalümmelhosen, den warmen Mützchen und den mummeligen Kapuzenpullis.

Weil es bis dahin noch ein paar Tage dauert und ich in meinem Go lucky! Posting von damals schon den November zum Glücksmonat erklärt habe, möchte ich euch schon mal ein bisschen Glück voraus schicken.

Deshalb könnt ihr gewinnen. Nämlich…

4x 1 Meter Go lucky! Kuschelnicki in Wunschfarbe
In jedes Päckchen stecke ich noch ein Nähbuch und ein paar Hamburger Liebe Postkarten!

Und jetzt kommen wie immer die Regeln und das Kleingedruckte, das ihr aufmerksam lesen solltet:

Bitte hinterlasst unter diesem Posting bis Montag, den 3.11.2014, 20 Uhr, einen Kommentar, schreibt euren Namen, eure vollständige E-Mail-Adresse (und nur dann nimmt euer Kommentar an der Verlosung teil) und eure Wunschfarbe. Und vielleicht verratet ihr mir noch, was ihr aus einem Stück Glücksnicki nähen würdet? Ich würde mich freuen und alle anderen Leser bestimmt auch. Inspiration ist alles!

Bitte kommentiert nur einmal. Falls ihr euren Kommentar nicht gleich sehen könnt, denkt daran, dass er eventuell jenseits der ersten 200 Kommentare steht und ihr erst bis ans Ende blättern müsst. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Bitte teilt das Gewinnspiel auch auf Facebook und anderen sozialen Medien. Meine Arbeit, mein Blog und meine Stoffe leben vom Weitersagen!

So und nun erkläre ich das Lostopfhüpfen offiziell für eröffnet – have fun!

Sommer. Nee, echt jetzt – Sommer! Mit Erdbeeren satt…

Haha, ich weiß gar nicht, wie ich’s sagen soll… es ist gerade mildester Frühling bzw. lauschigster Frühsommer im Hause Hahaell angesagt. Ziemlich antizyklisch, wenn ich so aus dem Fenster sehe. Dabei scheint hier noch die Sonne durch das güldene Oktoberlaub, während der Süden der Republik in verfrühtem Novemberregen versinkt. Mein Beileid in den Süden – euch sei dieser Post gewidmet!

Also, versuchen wir es mal mit autogenem Training – wobei meinerseits leider bislang alle Versuche gescheitert sind. Mir wird werder der Arm schwer, noch der große Zeh warm. Aber das Herzchen leicht, wenn ich an die saftigen Erdbeerfelder im Mai denke lach. Und jetzt kommt der Teil mit dem Augen zu. Ich sag dann Bescheid, wenn die Bilder kommen, damit ihr die Augen wieder öffnen könnt, ok?

Erinnert ihr euch noch an Erdbeer Eli? Vor vier Jahren – ganz am Anfang meiner ersten Gehversuche als Textil-Designerin. Es gab eine Stickserie und ein paar Stöffchen, die ich bei Spoonflower habe drucken lassen. Mein kleines Fräulein war damals noch so ein halbes Hühnchen und ich erinnere mich mit Freuden daran, wie wir im Sommer eigentlich immer nur zum Naschen auf das nehegelegene Erdbeerfeld gingen und sich die kleinen Hände die großen Erdbeeren ins Mäulchen stopften. Herrlich!

Was nur wenige von euch wissen – es gab genau diesen Stoff mal bei Michas Stoffecke. Es war der allerallererste. Leider war der so … verdruckt, dass ich ihn nie gezeigt habe. Also nicht verdruckt im Sinne von Druckfehlern. Aber die Farben haben mich so enttäuscht, dass ich ihn in der hintersten Schrankecke verschwinden lies. Ich habe wirklich nie auch nur ein kleines Teil daraus genäht und habe meine Vorräte nach und nach verschenkt, bis ich nichts mehr übrig hatte. Also eigentlich keine so tolle Geschichte.

Als Hilco nun sagte, sie würden sich Erdbeeren wünschen, kam mir Eli Erdbeer wieder in den Sinn. Nun sagt ihr vielleicht – der Frau Hahaell fällt wohl gar nichts neues mehr ein, oder? Doch, tut es. Aber ich bin der Meinung, dass nicht nur Eli ein Comeback verdient hat. Da gibt es noch ein paar mehr Schönheiten, die am Anfang meiner Stoffavancen nicht genug Publikum hatten und definitiv nun eine größere Bühne verdienen. Dazu mehr im nächsten Jahr lach

Aber zurück zu Eli – sie kommt wieder! In neuen, saftigen Farben! Als Popeline und Jersey! Mit passenden Bändern! Sommer pur! Und jetzt solltet ihr langsam die Augen wieder öfnnen und eintauchen! Am besten mit viel Sahne obendrauf!

Die beiden Designs Strawberry Picking und Yummy Strawberries können von Händlern ab sofort bei Hilco vorbestellt werden. Der dazugeörige Newsletter mit vielen wunderbaren Verarbeitungsbeispielen meiner Probenäherinnen, die wir ausnahmsweise mal im Sommer! fotografieren konnten, ist schon in der letzten Woche verschickt worden. Für alle anderen heißt es noch einen ganzen langen Winter träumen, bis im März 2015 leckere Erdbeeren frisch ausgeliefert werden.

Guten Appetit!

Das Kleidchen von meinen kleinen Erdbeer-Model ist eine Basic Tunika von Lillesol & Pelle

Strawberry Picking aus Baumwoll-Stretchjersey und Baumwollpopeline

Yummy Strawberries aus Baumwoll-Stretchjersey und Baumwollpopeline

Tunika aus Stretchjersey nach eigenem Schnitt

Nach dem Bikini habe ja einige schon bei meinem Teaser auf Facebook gefragt… nein, das ist leider kein Badeanzugstoff. Der wird natürlich nicht so schnell trocken, wie ein „echter“ Bikini. Mein kleines Fräulein war hin und weg und hat ihn in die dänische Nordsee ausgeführt. Dass er danach an ihr klebte, war ihr egal lach! Den Schnitt habe ich selbst gemacht.

Leckere Webbänder gibt es natürlich auch!

Mittwochslektüre: „Die sagenhafte Saubande – Kommando Känguru“ und „Hilfe! Ich will hier raus!“

Endlich gibt es mal wieder eine neue Folge Mittwochslektüre! Der Herbst fühlt sich im Norden schon so richtig heimisch und der November streckt seine kalten, feuchten Finger schonmal in den Oktober aus. Das ist eine wunderbare Zeit, die Nachmittage – wenn mal keine Termine anstehen – gemeinsam mit den Kindern abzuhängen. Wir lieben das! Hörbuch an, und jeder macht wozu er Lust hat. Mama schwingt die Stricknadeln, das kleine Fräulein malt und der große Glücksritter fröhnt immer noch den bunten Gummibändern. Hier sind gerade Herbstferien und da macht herbstliches Sofachillen am Nachmittag nochmal so viel Spaß!

Hier also schon mal die ersten zwei Tipps für einen schönen Hör-Herbst!


Die sagenhafte Saubande – Kommando Känguru

Der neunjährige Matheo hat eine ganz besondere Gabe: er kann mit Tieren sprechen. Aber eigentlich kann er Tiere überhaupt nicht ausstehen. Die ausgeprägte Tierhaar-Allergie seiner Eltern ist schuld daran, dass er eigentlich nur den fiesen Kater Elliot seiner Tante Ulla kennt. Doch dann schleift ihn eben diese Tante Ulla eines Tages gegen seinen Willen in den Safari-Park und Matheo steckt schlagartig in einem handfesten Abenteuer, in dem eine Menge Tiere eine große Rolle spielen.

Matheo versucht gemeinsam mit dem Mädchen Polly Hinkebein, die er auch mehr oder weniger unfreiwillig kennenlernt, den Pudeln Toffy und Nero und dem Spürschwein Max das auf mysteriöse Weise aus dem Safari-Park verschwundene Känguru Alice Springs wieder zu finden. Zuerst verdächtigen sie den Tierpark-Direktor, denn er verhält sich höchst verdächtig. Aber wie so oft kommt alles ganz anders. Dabei geht es in der Geschichte um Toleranz und den Mut sich auf etwas neues einzulassen, um Freundschaft und Teamgeist. Die Geschichte ist witzig und spannend zugleich.

Wir haben zuerst das Buch gelesen. Dort wird noch ein bisschen detailierter auf Matheos Vorgeschichte eingegangen. Wegen der Allergie seiner Eltern müssen sich Besucher und auch Matheo selbst vor der Tür aus- bzw. umziehen. Was zur Folge hat, das Matheo keine Freunde hat und auch der neue Nachbarsjunge ganz schnell nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Ebenso werden im Buch die gruseligen Begegnungen mit dem Kater von Tante Ulla beschrieben, der Schuld daran ist, dass Matheo denkt, alle Tiere sind so durchgeknallt wie er. Das alles tut der CD aber keinen Abbruch.

Die sagenhafte Saubande ist die erste Folge einer saustarkten Detektiv-Reihe. Von Nina Weger ist noch eine weitere Folge (Polly in Not) als Buch erschienen, die kennen wir aber noch nicht. Die Hör-CD ist eine gekürzte Fassung und als sogenannte Szenische Lesung (ein bisschen Musik zwischendurch, bin ich ja ein großer Fan von!) von Stefan Kaminski und Cathlen Gawlich aufgenommen. Beides – Hör-CD und Buch – sind im Oetinger Verlag erschienen. Als Altersempfehlung ist ab 8 Jahren angegeben. Kleinen Hörbuchfans kann ich die CDs aber schon ab 6 Jahren empfehlen. Meine Kids fanden die Geschichte beide toll und wir haben sie schon mehr als einmal gehört.

Hilfe! Ich will hier raus!

Dieses Hörbuch ist schon allein wegen der Sprecherin Mechthild Großmann (wer kenn sie nicht, die kettenrauchende Staatsanwältin Klemm aus dem Münsteraner Tatort mit Prof. Börne und Kommisar Thiel) ein wahrer Hörgenuss.

Die etwas skurrile Familiengeschichte geht so: Henriks Familie – die Grubers – sind eine rundum glückliche und harmonische Familie. Ein bisschen langweilig vielleicht, aber alle finden sich gegenseitig toll. Das ändert sich schlagartig, als die schräge Oma Cordula vor der Tür steht, von der alle dachten, sie wäre verwirrt. Oma Cordula ist aber alles andere als verwirrt. Sie ist geradezu durchtrieben und mischt die Grubers ordentlich auf, in dem sie ihnen den Floh ins Ohr setzt, Opa hätte vor seinem Tod einen Familienschatz im Garten vergraben.

Alle Familienmitglieder fangen nun an, Löcher im Garten zu graben. Auch in Mamas heiligem Bromelienbeet, dass ihr ganzer Stolz ist. Äh… war. Das geht soweit, dass irgendwann sogar Anwohner und Stadtverwaltung bis an den Gartenzaun heranrücken, um auch ihr Goldgräberglück zu versuchen. Die Grubers schlittern in eine handfeste Familienkrise und Oma Cordula reibt sich die Hände.

In all der Skurilität, die mit Witz und Spannung so manche Überraschung bereit hat, kommt auch Feinsinnigkeit, ein bisschen Philosophie und Moral nicht zu kurz. Die Geschichte ist kindgerecht und spannend erzählt und auch bei 3 CDs hat sie keine „Längen“. Henrik, der die Geschichte erlebt, bekommt durch die ganze Schatzsuche die Chance, seinen Platz in der Familie zu finden, wo er vorher ein bisschen verloren gewirkt hat. Beinahe läuft ihm sein Freund Jonas mit seinem nur nepalesisch verstehenden Fundhund „Nase“ bei seiner neu gewonnenen Oma den Rang ab.

Hörgenuss bis zum Schluss! Die Geschichte von Salah Naoura ist ab 8 Jahren (aber auch das kleine Fräulein mit 7 findet sie lustig und spannend) und ein herrlicher Zeitvertreib für graue Herbstnachmittage auf dem Sofa mit Kakao und Keksen.

Viel Spaß beim Hören!

Meine Herbstlieblinge sind da: Things I love

Hurraa, es ist soweit! Die Love-Kollektion wird seit gestern bei Hilco ausgeliefert und ich freu mich wie Bolle, dass jetzt auch ihr endlich meine Herbst-Lieblinge vernähen dürft! Die Love-Designs gibt es auf Stretch-Jersey, Baumwoll-Popeline und streichelzartem Babycord.

Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht. Die gute folgt aber direkt hinterher! Eins der Designs hat leider überhaupt nicht dem entsprochen, was ihr und auch wir an einwandfreier Druckqualität erwarten. Hilco hatte überlegt, es komplett aus der Kollektion zu nehmen, denn die Drucke wollten sie auf keinen Fall so ausliefern. Da es sich um das Design „Gils love Daisies“ handelt, das euch in der Vorschau immer schon besonders gut gefallen hat, hätte ich das wirklich jammerschade gefunden.

Nun aber die gute Nachricht: das Design mit den kleinen Blümchen wird nachgedruckt und verzögert sich um ca. 3-4 Wochen. Also müsst ihr euch noch ein kleines bisschen gedulden, dann gibt es auch kleine Gänseblümchen in drei wunderschönen Farben.

Girls love Daisies in Pink – Tunika aus einer alten Ottobre

Girls love Daisies in Rot – Body nach dem Schnitt von Schnabelina

Für alle, die sich nicht mehr genau erinnern können, was genau jetzt alles zur Love-Kollektion gehört, klickt am besten nochmal hier.

Händler können sich ab sofort Bilder für ihren Shop unter dem Link herunter laden, der im Newsletter auf der letzten Seite steht.

Und nun habe ich nochmal eine ganze Menge wunderschöner Verarbeitungsbeispiele, die meine Probenäherinnen und ich aus den Love-Stoffen genäht haben. Lasst euch verzaubern und wundert euch nicht über die sommerlichen Bilder! So ist das, wenn man Herbststoffe im Hochsommer vernähen darf lach!

Shirt Lina aus Lovely Flowers und Hilco Campante

Basic-Tunika von Lillesol & Pelle aus Girls love Daisies und Lovely Flowers Baumwoll-Stretchjersey

Bunte Hamburger-Liebe-Urlaubswäsche im dänischen Sommerwind

Kurzarm-Shirt Lina aus Lovely Flowers

Wunderschöner Stufenrock aus Funny Rain und Girls love Daisies genäht von Julia (hier findet ihr noch mehr tolle Fotos!)

Traumkleidchen von Julia (mehr Traumfotos von ihrem Mann Christoph findet ihr hier!)

Tolle Übergangsjacke aus Lovely Flowers Babycord von Lillesol & Pelle

Süßer Jumper Sina von Frau Liebstes

Kosmektiktäschchen von Frau Liebstes (die Anleitung findet ihr hier)